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G.F. Barner 57 - Western: Old Amos Carrigan G.F. Barner

G.F. Barner 57 - Western: Old Amos Carrigan

G.F. Barner

Published December 22nd 2015
ISBN :
Kindle Edition
94 pages
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 About the Book 

Er war so gut wie tot und fühlte, wie Kälte in ihm hochkroch. Es war aus und vorbei, das wußte der alte Amos Carrigan jetzt. Seine Hände zitterten nicht mehr, nur sein schwerer, stoßweiser Atem blieb.Plötzlich dachte er an seinen Revolver, dessenMoreEr war so gut wie tot und fühlte, wie Kälte in ihm hochkroch. Es war aus und vorbei, das wußte der alte Amos Carrigan jetzt. Seine Hände zitterten nicht mehr, nur sein schwerer, stoßweiser Atem blieb.Plötzlich dachte er an seinen Revolver, dessen Gewicht an seinem Waffengurt zog. Den Revolver nehmen, überlegte der Alte, herausreißen und schießen. Ich schieße den Hund über den Haufen, ich blase ihm die Kugel mitten zwischen seine falschen Augen! Amos Carrigan saß vor dem Schreibtisch und rang nach Luft, wie es ein zappelnder Fisch tat, den jemand aus dem Rio Grande ans Ufer befördert hatte, und doch wußte der Alte, daß ein Fisch eher eine Chance zu überleben gehabt hätte als er, Amos Carrigan, den sie einmal den großen alten Mann des Webb County im tiefen Süden von Texas genannt hatten. Ein Fisch hätte sich zappelnd ins Wasser retten können, doch für Amos Carrigan gab es keine Rettung mehr. Irgendwo in seinem alten Kopf, der so viele Jahre für andere gedacht und geplant hatte, kicherte sein zweites ich, seine innere Stimme, die sich lange nicht gemeldet hatte. Jetzt war sie wieder da. »Siehst du, Amos«, sagte sein zweites ich spöttisch. »Jetzt hast du dein Teil! Du hast es nicht hören wollen, doch nun weißt du, daß dein Sohn recht hatte, als er dich vor Goodlyn warnte. Hat er dir nicht gesagt, daß Goodlyn ein mit allen Wassern getaufter Halunke sei - hat er es dir nicht prophezeit, Amos? Und was machst du nun, Amos Carrigan?« Ich bring den Hund Goodlyn um, dachte der Alte, während seine Rechte zu zucken begann, ich bringe ihn um! Was danach kommt, ist mir doch gleich. Seine Hand fuhr zum Colt, doch in derselben Sekunde preßten Finger sein Handgelenk zusammen und rissen ihm den Arm zur Seite. »Dad!« keuchte jemand an seiner Seite. »Dad, nicht - um Gottes willen, laß die Hand vom Colt!«